Arztvortrag vom 3. Dezember 2009, von Dr.med. Peter Zäch, im Vereinslokal Unterägeri
Thema: Vergiftungen (Intoxikationen)
Das schweizerische Toxikologische Informationszentrum für Vergiftungsnotfälle in Zürich, steht unter der Nr. 145, 24 Std. zur Verfügung.
Im Jahr 2007 wurden dort 25'000 Anfragen registriert. Aufgelistet nach den Noxengruppen, sind Vergiftungen durch Medikamente am häufigsten, gefolgt von Haushalt, Pflanzen, Technik und Gewerbe, Kosmetika, Nahrungsmittel, Drogen, Pilzen und Gifttiere.
Art und Symptome der Vergiftungen können, je nach Wirkstoff, unterschiedlich sein. Am häufigsten sind; Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Verwirrtheit. Es kann bis zu epileptischen Anfällen, zu Blutdruckabfall und bis zum Herzstillstand führen.
Die Einnahme ungekochter Bohnen kann starken Durchfall auslösen. Erst durch das Kochen verlieren sie die Giftstoffe. Zierkürbisse sind ebenfalls nicht essbar. Der Verzehr kann Brech/Durchfälle verursachen.
Bei Vergiftungen mit Pflanzen, gibt es eine Vielzahl von Wirkungen, da ihre Wirkstoffe sehr komplex sind. Giftige Pflanzen, welche in vielen Gärten anzutreffen sind wie z.B.; Kirschlorbeer, Eisenhut, Eibe, Fingerhut, Oleander und Maiglöckchen (Blätter können mit Bärlauch verwechselt werden).
Bei Beeren gilt die folgende Faustregel: Orange bis rote = wenig giftig
Blau bis schwarz= mehr giftig
Bei allen Vergiftungen mit Pflanzen/Beeren kann die Einnahme von Aktivkohle die Symptome etwas dämpfen. Eine telefonische Abklärung beim Tox (siehe oben), bleibt jedoch ein muss, rsp. eine Arztkonsultation unumgänglich.
